Leyla sagt…

Diabetesberaterin DDG und Wundassistentin DDG Leyla Herzallah

Du hast eine Insulinresistenz?
Dann ist das einer der effektivsten Methoden zur Reduktion der Insulinresistenz, die du unbedingt ausprobieren solltest. Wirkung von Hafer: Hafer ist reich an Kohlenhydraten, gibt uns also viel Energie – dabei hat er jedoch einen vergleichsweise geringen glykämischen Index. 🤫 Das Geheimnis der Haferflockentage liegt am Beta-Glucan Beta-Glucan ist ein Ballaststoff im Hafer, er wirkt regulierend auf den Blutzuckerspiegel und auch auf den Fettstoffwechsel Ablauf der Hafertage:
▪️pro Tag 3 Mahlzeiten
▪️pro Mahlzeit 50-75 g Haferflocken angesetzt mit 300ml -500 ml Wasser oder Gemüsebrühe
▪️verfeinert mit max. 50 Beeren oder Gemüse oder max. 20g Nüssen oder Mandeln
abgeschmeckt mit Süßstoff, Zitronensaft oder Kräutern in kleinen Mengen
▪️pro Tag insgesamt 225 g Haferflocken ‼️ Während der „Hafertage“ sollte auf Eiweiß, Fett (d.h. kein Joghurt oder Milch), Zucker und Alkohol verzichtet werden.

Schon mal was von Morgengupf gehört? Klingt lustig und man denkt direkt an einen Kuchen, aber nein, es handelt sich nicht um einen Kuchen. Im letzten Reel wurde über das Aufstehphänomen gesprochen, einen Blutzuckeranstieg morgens, der aufgrund von Stresshormonen entsteht. Dabei handelt es nicht um den Nüchternwert, sondern um den Blutzucker am frühen Vormittag, der ca. 1 bis 2 Stunden nach dem Aufstehen ansteigt. ✅ Und hier kommt der Morgengupf ins Spiel. Als Morgengupf (Gupf = Gipfel) bezeichnet man eine kleine Menge Insulin (Bolus), die vor dem Aufstehen verabreicht wird. Die einen nennen es „Morgengupf“, die anderen „Aufstehinsulin“ Das Prinzip ist ganz einfach: Solltest du zeitlang immer schon diesen Blutzuckeranstieg nach dem Aufstehen beobachtet haben, dann kannst du dir eine kleine Menge Bolus direkt nach dem Aufstehen verabreichen, um den Anstieg abzufangen oder zu verhindern – am besten schon, bevor du anfängst aufzustehen.

Kennst du das Aufstehphänomien? Du stehst morgens auf, schaust auf deinen Blutzucker, der optimal ist, und fängst an dich fertigzumachen, zu duschen etc. Dann kontrollierst du erneut Deinen Blutzuckerspiegel nochmal und schon fängt er an, tendenziell anzusteigen, bevor du überhaupt was gegessen hast! Aber warum? In der Diabetologie wird es als Aufstehphänomen bezeichnet. Es ist nicht zu verwechseln mit Dawn-Phänomen. Da fängt der Anstieg schon in den frühen Morgenstunden an, so ca. 2/3 Uhr nachts, wobei beim Aufstehphänomen der Anstieg erst 1-2 Stunden nach dem Aufstehen idr beginnt. Grund für diesen Blutzuckeranstieg sind, wie auch beim Dawn-Phänomen, die Hormone. Nach dem Aufstehen schüttet unser Körper vermehrt Hormone aus, die unseren Blutdruck nach dem Wechsel von waagerecht nach senkrecht stabilisieren sollen. Nebenwirkung dieser Hormone ist eine Verminderung der Empfindlichkeit dem Insulin gegenüber.

„Resistente Stärke“
Habt ihr euch schon mal mit dem Thema „Resistente Stärke“ beschäftigt? 🧐 Vielleicht kennt ihr das Phänomen, dass die aufgewärmten Nudeln vom Vortrag den Blutzucker nicht so stark ansteigen lassen, wie am Tag zuvor, trotz der gleichen Menge. Wie man die Resistente Stärke nutzt – der Gamechanger für einen guten Blutzuckerverlauf.

Ablehnung FreeStyle-Libre-Messsystem
Seit Jahren übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen erfreulicherweise die Kosten für ein FreeStyle-Libre-Messsystem für Menschen mit Insulinpflichtigen Diabetes Mellitus und haben vertragliche Vereinbarungen mit dem Hersteller Abbott. Dennoch kann es vorkommen, dass ein Antrag abgelehnt wird. Aus jahrelanger Erfahrung in der Diabetologie und der Betreuung von Menschen mit Diabetes ist mir öfter der Grund aufgefallen, warum trotz Diabetes Typ 1 und einer Insulintherapie das rtCGM-Messsystem abgelehnt wird erkläre ich im Video.

Es sind nicht allein die Kohlenhydrate,
die euren Blutzucker beeinflussen.
Dass Typ-1-Diabetiker für ihre Kohlenhydrate Insulin spritzen müssen, ist ja selbstverständlich, allerdings haben Fett und Eiweiß hier auch ein Wörtchen mitzureden.
❗️Anders als vielleicht angenommen haben auch Eiweiß und Fette einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, wenn auch nicht so direkt wie die Kohlenhydrate.
Enthält eine Mahlzeit nun keine oder nur sehr wenig Kohlenhydrate, wie es beispielsweise bei einem Steak mit Salat der Fall ist, dann fehlt dem Körper auf Dauer Zucker. Glücklicherweise ist die Leber jedoch in der Lage, diesen Mangel auszugleichen, und gibt Zucker frei.
⚠️Doch aufgepasst: Auch dieser Vorgang führt zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels, nur eben sehr verzögert.
🔝 So kann es besonders sinnvoll sein, die Insulin spritzen beide Einheiten (Kohlenhydrat- und Fett-Protein) zu berechnen
💡Um diesen Effekt abzuschätzen gibt es das Konzept der FPEs (Fett-Protein-Einheit)